Afrikamarkt Marlene Dietrich Platz, Open-Air, Sonntag 5.7. 12.30 Uhr
Heidelberg meets Ouagadougou - Kulturelle Vielfalt verbindet (Talk)
Im globalen Netzwerk der UNESCO Creative Cites (UCCN) sind weltweit 350 Städte miteinander verbunden. Sie wurden wegen ihrer ausgezeichneten Expertise in jeweils einem spezifischen Gebiet der Kunstproduktion von UNESCO ins Netzwerk aufgenommen: Ouagadougou in Burkina Faso als Stadt des Kunsthandwerks und Heidelberg als Stadt der Literatur. Ziel des UCCN ist es, die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kultur zu fördern, Künstler verschiedener Kontinente miteinander in Verbindung zu bringen und interdisziplinäre Projekte zu generieren. Auf der Bühne der Afrikatage begegnen sich die Focal Points der UNESCO Creative Cities Ouagadougou und Heidelberg, um sich über Ideen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszutauschen.
Hierbei wird auch das interdisziplinäre Kooperationsprojekt der Literaturschals vorgestellt.
Porträts
RAMDE holds a diploma in Cultural Affairs (BAC+5) from the National School of Administration and Magistracy of Burkina Faso, Africa. He worked at the Ministry of Culture, Arts, and Tourism from 2001 to 2018. He has held positions as Regional Director of Culture, Arts, and Tourism in two regions of his country and Director of the National Center for Arts and Crafts. He is currently the Director of Cultural and Tourism Development for the Municipality of Ouagadougou since 2019. He is the Focal Point for the UNESCO Creative Cities Network for the city of Ouagadougou. He is the UNESCO Cities an Local Governments Focal Point, Focal Point for Sites and Cities Remarks / FRANCE, and Focal Point for UNESCO 2030 Indicators.
Andrea Edel, Musikerin und Kunsthistorikerin. Studium der Musik bei Prof. Johannes Frisch, Prof. Michael Schneider und Rainer Lehmbruck sowie Studium der Kunstgeschichte bei Prof. Dr. Oskar Bätschmann. Auslandsstipendiatin der Gerda Henkel Stiftung in Paris. Promotion über Charles Blanc (1813-1882). Seit 1997 Kulturamtsleiterin. Seit 2014 Leiterin des Kulturamts und Koordinatorin der UNESCO City of Literature Heidelberg. Seit 2015 Mitglied des Beirats »Vielfalt kultureller Ausdrucksformen« der deutschen UNESCO Kommission. Seit 2024 zusammen mit Prof. Peter Spuhler Beauftragte für das Projekt "Kulturhauptstadt Europas Heidelberg" im Team von Bürgermeisterin Martina Pfister.
Wessen Sprache, wessen Welt?
Sprache trägt Kultur, und Kultur trägt- insbesondere durch mündliche und schriftliche Überlieferung- das gesamte Wertesystem, durch das wir uns selbst und unseren Platz in der Welt verstehen.
(Decolonising the Mind, Ngũgĩ wa Thiong’o)
Die Kolonialherrschaft in Afrika endete vor Jahrzehnten – und wirkt doch bis heute fort. Der Vortrag geht der Frage nach, welche Rolle Sprache für Identität, Macht und kulturelle Selbstbestimmung spielt. Texte subsaharischer Autoren zeigen, wie unterschiedlich afrikanische Intellektuelle auf das sprachliche Erbe des Kolonialismus reagiert haben: von der kreativen Aneignung europäischer Kolonialsprachen bis hin zur Forderung nach einer Rückkehr zu afrikanischen Sprachen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob eine „Dekolonisierung des Denkens“, wie sie der kenianische Schriftsteller Ngũgĩ wa Thiong’o fordert, ohne eine Dekolonisierung der Sprache überhaupt möglich ist. Dies zu denken, betrifft uns alle.
Galerie TIMBUKTU
Inh. Jerry Bedu-Addo, Hölderlinstr. 14 (Eingang Eichendorffstraße)
69221 Dossenheim, Tel. 06221/4332259, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Haltestelle: Dossenheim-Bahnhof (Fußweg von ca.300m)